Rennradfahren im Winter. Wir brauchen das.

Winterliche Radtour mit dem Rennrad am Niederrhein

Was tun in diesen harten Zeiten? Ganz einfach: Weiter fahren, weiter machen, Rennrad fahren auch in Herbst und Winter, gut für Herz und Kreislauf, gut fürs Immunsystem, gut für die CO2-Bilanz, vor allem, wenn die Alternative der sonntägliche Auto-Ausflug wäre. Nutzen wir also die Möglichkeiten, die uns geblieben sind, trotz Winter, trotz Corona, trotz erneut drohenden Lockdowns. Wir wollen doch einfach nur fahren. Die „Feuertaufe“ im kalten Regen haben wir längst hinter uns.

Unserem Rennrad für den Winter und für andere unübersichtliche Lebenslagen haben wir Reifen mit solidem Block-Profil verpasst. Rahmen und Gabel bieten ausreichend Platz für wintertaugliche Reifen. Verschmutzte Feldstraßen und schlechte Radwege verlieren damit ihren Schrecken.

Und nein, es ist kein Gravelbike, sondern ein ganz normales Endurance-Rennrad, das wir hier für unsere winterlichen Rennradtouren nutzen.

Regen und knapp über 0 Grad

Rennrad im Winter mit Stollenreifen

Es ist ein Samstag, es ist Ende November. Laut der aktuellen Wetter-Vorhersage sind dicke Wolken zu erwarten. Regnen soll es aber nicht. Wie so oft kommt es ganz anders. Während es anfängt zu schütten, fällt die Temperatur von vier auf nur noch knapp über 0 Grad. Wir sind gerade am entferntesten Punkt unserer Strecke, haben also noch knapp 25 Kilometer Rückweg vor uns.

Eine Abkürzung auf 18 Kilometer ist möglich. Die nehmen wir: 18 Kilometer bei kräftigem Regen – nein, kein Starkregen, wir wollen es nicht übertreiben – und Temperaturen so gerade über dem Gefrierpunkt.

Nach einer knappen Dreiviertelstunde kommen wir gesund und munter und und dank der Bewegung gut erwärmt wieder zu Hause an. Nein, man muss nicht frieren, nur weil es draußen kalt ist.

Rennradfahren ist gesund. Auch bei Regen und Kälte.

Das nächste Wochenende. Hochdruckwetter. Definitiv kein Regen. Aber auch wieder nur knapp 1 Grad plus und dazu spürbarer Wind zwischen Nordost und Südost, also sehr frisch, aber auch sonnig!

Letztes Mal waren wir entspannt zurück gekommen, obwohl es so viel geregnet hatte. Warum sollte es jetzt anders sein? Rennrad fahren muss sein, auch bei Kälte, auch dieses Jahr wieder, das ist ganz klar für uns.

Denn Rennradfahren räumt auf und tut gut, auch im Winter. Nur bei Schnee und Eis auf der Fahrbahn und auch bei Sturm, Schneegestöber und Starkregen würden wir natürlich nicht fahren.

Da bleibt uns dann die gute alte Trainingsrolle – Musik auf die Ohren, und los gehts. Langweilig? Ja! Aber mit der richtigen Musik erträglich.

Wie gesagt: Wir brauchen das. Radfahren im Winter, notfalls eben zu Hause.

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