Rennrad - Winter - Fuerteventura

Rennradtraining auf Fuerteventura

Nur gegen Ende unserers Aufenthalts im Dezember war es an zwei Tagen bewölkt und etwas kühler, ansonsten lagen die Temperaturen bei 20 bis 23, an einem Tag sogar bei bis zu 25 Grad. Insgesamt war das Wetter also wie man es von den Kanaren erwartet.

An den beiden kühleren Tagen konnten wir die mitgebrachten Westen zusätzlich zum Trikot gut gebrauchen, Arm- und Knielinge wären zumindest auch nicht lästig gewesen.

Konzentriert fahren bei starkem Wind und Sturm

Insgesamt war es die ganze Zeit über sehr windig, manchmal sogar mit Sturmböen. Wir hatten also gut zu kämpfen, wenn es gegen den Wind ging, und mit dem Wind wurden wir rasend schnell. Manche ansonsten harmlose Abfahrt konnte jetzt gefährlich werden - z. B. dann, wenn der Wind plötzlich von der Seite kam. Da mussten wir schon sehr aufpassen und konzentriert fahren, damit wir in der Spur blieben.

Es ist zwar, wie uns Einheimische versicherten, nicht dauernd stürmisch, aber mit starkem Wind ist auf Fuerteventura immer zu rechnen.

Wellen, Hügel, Berge

Der zweite Gegner - oder Trainingspartner? - sind die vielen Hügel und Berge. Selbst unsere Lieblings-Flachstrecke von Las Playitas nach La Lajita über Teserejague bescherte uns bei nur ca. 34 KM Distanz immerhin 340 Höhenmeter - eigentlich nur dadurch, dass es hier permanent  wellig zugeht.

Rennrad - Fuerteventura - Berge -Hügel

"Richtige" Berge dagegen gibt es auf dieser Strecke nicht. Wer die sucht, wird an einer Reihe anderer Stellen auf der Insel fündig. Dabei gibt es kurze, steile, bissige Rampen  ebenso wie lange, gleichmäßige Anstiege mit Steigungsraten oft zwischen vier und acht Prozent, auf denen sich der Spaß fast automatisch einstellt, wenn man erst einmal seinen Rhythmus gefunden hat. Wer gern bergauf (und danach wieder bergab!) fährt, wird z. B. Strecken- Abschnitte wie den hinauf zur Degollada del Viento zwischen La Pared und Pajara mögen.

Autoverkehr und Straßen

Der Autoverkehr hält sich auf vielen Strecken in sehr erträglichen Grenzen. Größere Straßen wie etwa die FV- 2, die den Flughafen mit den Feriengebieten im Süden der Insel verbindet, sind natürlich zu meiden. Viele andere Straßen ermöglichen dagegen ein sehr entspanntes Radeln.

Mancherorts muss man sich darauf einstellen, dass das Gelände-Niveau rechts der Straßen etwas niedriger liegt als das der Straße selbst, was beim Radeln ein ungutes Gefühl vermitteln kann, zumal dann, wenn es gerade keine Leitplanke gibt und auf der Straße auch Autos unterwegs sind, so dass man sich keine Sicherheitszone am rechten Fahrbahnrand schaffen kann, indem man einfach etwas weiter links fährt.

Die meisten Straßen verfügen über guten Asphalt, auf einigen Streckenabschnitten muss man jedoch mit älteren, sehr groben Fahrbahn-Belägen rechnen.

Wüstenfeeling

Wer eine kuschelige Landschaft sucht, wird Fuerteventura nicht auf den ersten Blick lieben. Die Insel liegt westlich der Sahara im Atlantik, und sie vermittelt Wüstenfeeling. Eine karge Vegetation, Stein und Sand sind kennzeichnend. Grün gibt es überwiegend an Stellen, an denen der Mensch Hand angelegt und etwas gepflanzt hat.

Doch ist leicht zu erkennen, dass kaum eine Anpflanzung ohne künstliche Bewässerung auskommt - die schwarzen Schläuche, die an "grüneren" Stellen den Boden "zieren", verraten es. Das mag jetzt abschreckend klingen - war es für uns aber nicht.

Rennrad Fuerteventura

Denn natürlich hat diese Landschaft einen sehr eigenen, exotischen Reiz. Und da wir es mit einer Insel zu tun haben, trifft man auf den diversen Ausfahrten mit dem Rennrad immer wieder auf Strand und Meer unter strahlend blauem Himmel - und das bei einer Helligkeit, die in unseren Breiten selbst im Hochsommer kaum erreicht wird.

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Radreviere in Deutschland:

Rennrad am Baum lehnend

Die Landschaft ist zumeist flach. Bei entsprechender Planung sind am Niederrhein aber auch hügelige Touren mit dem Fahrrad möglich. Oft ist der Wind die Extra-Herausforderung bei der Radtour. Wir sind meistens mit dem Rennrad oder dem Cyclocross-Rad unterwegs.

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