Rennrad-Runde: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Pferde - gesehen während einer Rennradtour in ländlicher Umgebung am Rand der Strecke

Rennradrunde in idyllischer Landschaft - da gibt es viel zu sehen. Aber auch im ländlichen Bereich ist zu manchen Zeiten mit mehr Umtrieb zu rechnen. Wer kann - Leute mit Home Office, Studenten, Rentner etc. - absolviert seine Werktags-Runden vielleicht lieber tagsüber als zur Feierabend-Zeit.

Berufstätige können dann ab 18, mehr noch ab 19 Uhr vergleichsweise entspannt ihre Runde auf dem Rad drehen.

Tagsüber gibt es allerdings auch Zeiten mit mehr und solche mit weniger Verkehr. Ideal ist, jedenfalls hier bei uns am Niederrhein, die Zeit zwischen 10 und 12 Uhr am Vormittag.

Um die Mittagszeit nimmt der Verkehr dann etwas zu - Teilzeitkräfte fahren nach Hause, Kinder werden mit dem Auto von der Schule abgeholt.

Traktoren, Busse, Berufsverkehr

Traktoren und andere landwirtschaftliche Geräte sind hier eh zu jeder Tageszeit unterwegs - breite Fahrzeuge auf oft schmalen Feldstraßen. Da ist Vorsicht angebracht, zumal nicht alle Traktorfahrer gern Radler in ihrem "Revier" haben.

Ab dem frühen Nachmittag sind in meiner Umgebung auch Schulbusse unterwegs - und gerade deren Fahrer gehen mitunter sehr forsch zur Sache, um es freundlich auszudrücken, auch was das Überholen von Radfahrern angeht.

Ab ca. 15.00 / 15.30 bemerkt man in meiner ländlichen Umgebung den beginnenden Berufsverkehr. Nach meiner Erfahrung entspannt sich die Lage meist ab 18 Uhr etwas, eine Stunde später dann ziemlich deutlich.

Im Sommer, wenn es lange hell ist, fahre ich gern um diese Zeit zu einer Zweistunden-Runde los.

Viel los auf dem Lande durch Wochend-Ausflügler

An den Wochenden ist hier mitunter richtig viel Verkehr, vor allem bei schönem Wetter, wenn sich alle Welt in Autos oder auf Motorräder setzt, um hinaus in’s Grüne zu fahren. Rheinland und Ruhrgebiet versammeln sich (nach umweltfreundlicher Anreise natürlich) am schönen Niederrhein.

Wie kann man dem als Radfahrer entgehen? Wir versuchen, die beliebten Ausflugsstrecken zu den verkehrsstarken Zeiten an Sonn- und Feiertagen zu meiden. In unserer Umgebung gibt es viele kleinere Straßen und Sträßchen abseits der Hauptrouten, die wir gerade an solchen Tagen bevorzugt nutzen.

Radstrecken, die von Tourenradlern bevorzugt werden, etwa Radwanderwege an Flüssen, versuchen wir dabei allerdings ebenfalls zu umfahren.

Oft entspannt sich die Verkehrslage im Lauf des Nachmittags, wenn Autos und Motorräder zurück in Richtung Heimat fahren. Das grüne Umland kann sich jetzt von Lärm und Gestank erholen, dafür treffen sich die motorisierten Heimkehrer in entspannter Atmosphäre zum Stau auf der Autobahn. Das ist dann unsere Zeit!

Keine Radwanderwege - jedenfalls nicht am Wochende

Aber natürlich lässt es sich oft nicht vermeiden, dass man an Sonn- und Feiertagen zu verkehrsreicher Zeit verkehrsreiche Strecken benutzt, etwa wenn man zu einer langen Tour früh aufbricht und dann mehr oder weniger den ganzen Tag auf dem Rad unterwegs ist.

In solchen Fällen hilft alles nichts -  man tut gut daran, sich darauf einzustellen, dass man nicht unbedingt mit gewohntem Rennradtempo auf der Strecke sein wird.

Denn das wäre, selbst auf dem Lande, oftmals zu gefährlich - egal, ob man durch stinkende Auto- und Motorradstaus, langsamere Radfahrer oder aber durch Fußgänger aufgehalten wird. Da ist dann einfach Rücksichtnahme angebracht.

Zurück zur Themen-Übersicht "Fahrrad fahren"