Radfahren am Niederrhein: Flach & windig

Rennrad am Baum lehnend

Die Landschaft ist zumeist flach. Bei entsprechender Planung sind am Niederrhein aber auch hügelige Touren mit dem Fahrrad möglich. Oft ist der Wind die Extra-Herausforderung bei der Radtour. Wir sind meistens mit dem Rennrad oder dem Cyclocross-Rad unterwegs.

Aber natürlich machen unsere Strecken auch mit anderen Rädern Spaß, z. B. mit dem Trekkingrad. Die Strecken liegen überwiegend im Kreis Kleve, gern auch mit Abstechern in benachbarte Gebiete, z. B. in Richtung Niederlande, Kreis Wesel oder Münsterland.

Golden Gate am Niederrhein

Die Rheinbrücke bei Emmerich

Viele Orte in der Region haben ihr ganz eigenes Gepräge. Emmerich z. B. hat nicht nur eine äußerst eindrucksvolle Rheinbrücke zu bieten, die ein wenig an die weltberühmte Golden Gate Bridge erinnert, sondern auch eine sehr ansehnliche Rhein-Promenade mit zahlreichen gastronomischen Betrieben von der Eisdiele bis zum Restaurant. In Kleve ist u. a. das Wahrzeichen, die Schwanenburg, markant, die hoch über der Stadt thront, in Goch das Steintor, das letzte erhaltene der früher vier Stadttore, und Kalkar verfügt über ein charmantes Zentrum mit ansehnlicher alter Bebauung.

Zügig mit dem Fahrrad unterwegs - und als Exot...

Auf einer winterlichen Rennrad-Tour: Blick von Grieth aus auf den Rhein

An vielen Stellen lohnt sich auch ein Blick in die kleinen Dörfer, z. B. das romantische Grieth, das zu Kalkar gehört und direkt am Rhein gelegen ist (Bild links).

Abgesehen von Radfahrern, die hier am Niederrhein zuhause sind - für auswärtige Besucher bietet das Fahrrad wie immer eine besonders schöne Möglichkeit, die Landschaft zu erkunden. Als Fahrradfahrer sieht man einfach ungleich mehr als beim traditionellen Auto-Ausflug.

Radausflug nach Kalkar am Niederrhein. Das Foto zeigt den Marktplatz in Kalkar mit Kirche.

Wer sich zügig mit 25 oder 30 km/h bewegt (was für trainierte Rennrad-Fahrer in dieser flachen Landschaft kein Problem ist, sondern für manch einen eher die Untergrenze darstellt), hat einen hinreichend großen Aktionsradius.

So kann man dann bei einer Sonntags-Ausfahrt mit dem Fahrrad zahlreiche neue Eindrücke sammeln. In den kleinen wie den großen Ortschaften (rechts: Kalkar) gibt es in vielen Fällen Möglichkeiten, Station zu machen und sich bei Bedarf zu verpflegen. Gerade der Fahrrad-Tourismus spielt eine große Rolle, so dass viele Restaurants, Hotels usw. auf Fahrrad fahrende Gäste eingestellt sind. Als sportlicher Fahrrad-Fahrer gehört man hier am Niederrhein jedoch eher zu den Exoten. (Wir kommen später darauf zurück.)

Wo es Hügel gibt - wenigstens ein paar Höhenmeter für's Radtraining

Hügel in der Niederrhein Landschaft / Sonsbecker Schweiz,
  aufgenommen bei einer sommerlichen Fahrradtour

Auf der Suche nach Steigungen für das Radtraining wird man im Kreis Kleve in der Sonsbecker Schweiz bzw. dem Gebiet zwischen Uedem und Xanten fündig. Der Tüschenwald liegt auf einem Hügel und lässt sich von mehreren Seiten anfahren. Einheimische Rennradfahrer kombinieren diese Anfahrten gern zu einer Tour und können so auf asphaltierter Straße durchaus ein paar Höhenmeter für Ihr Radtraining sammeln, wenn sie nur lange genug fahren.

Da es jedoch keine hohen Berge gibt, sind die meisten Anstiege kurz und nicht besonders steil. Wie sehr sie einen dennoch fordern, lässt sich aber immer auch über die Intensität steuern, mit der man auf seinem Fahrrad hinauf fährt.

Ansonsten gibt es auch noch im Gebiet zwischen Kleve und Nijmegen in den Niederlanden die eine oder andere Steigung für's Radtraining zu entdecken ("Berg en Daal").

Mit dem Rennrad am Niederrhein (Radweg am Feldrand)

Anders als weiter im Norden Deutschlands gibt es hier jedenfalls mehr Steigungen als nur die Brücken-Auffahrten. Brücken zur Überquerung des Rheins (auch mit dem Fahrrad) gibt es bei Rees und - wie oben erwähnt -  bei Emmerich. An manchen Stellen kann man den Rhein auch mit der Fähre überqueren, eine Möglichkeit, die bei Fahrrad-Touristen sehr beliebt ist.

Vorsicht, Rennradfahrer! Viele belebte Radwege und langsame Radler

Wer am Niederrhein mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss mancherorts mit sehr belebten Radwegen rechnen. Gerade bei "Normal- Radlern" ist der Niederrhein beliebt, eben weil es hier an vielen Stellen flach ist. So wird auf den Radwegen oft langsam und gemütlich nebeneinander her gerollt, und nicht alle der -  oftmals betagten - Radtouristen nehmen gleich das erste Klingeln oder den ersten Zuruf wahr, mit dem der nahende schnellere Fahrer auf sich aufmerksam zu machen versucht, etwa dann, wenn er überholen will.

Mit den Fahrrädern bei Keppeln unterwegs

Manche bemerken den schnelleren Radfahrer erst, wenn sie den Schatten sehen (WENN!), bekommen einen Schrecken und fragen, ob man denn nicht klingeln könne... Ein zügiges, flüssiges Fahren mit dem Rennrad ist somit während der Saison auf manchen Radwegen nicht möglich.

Wir versuchen, die Planung unserer Touren mit dem Fahrrad weitgehend hierauf abzustimmen. Bewährt hat sich die Strategie, Straßen mit Radwegen soweit es geht zu meiden und stattdessen auf kleinere, ruhige Nebenstraßen bzw. auf Feldstraßen auszuweichen. Hier kommt man als Rennrad-Fahrer deutlich seltener mit gemütlich daher rollenden Senkrecht-Radlern in Kontakt.

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Radtouren in anderen Regionen

Weinberge in der Pfalz,
 im Hintergrund die Berge des Pfälzerwalds

Fernsehen kann auch bilden, und jeder Mensch hat "weiße Flecken" auf seiner Landkarte. Eine TV-Reportage über einen unserer weißen Flecken gab uns die Anregung für einen Rad-Urlaub in besonders schöner Landschaft. Unser Standort war in Bad Bergzabern am Fuß des Pfälzerwalds.

Pfälzerwald, Weinberge, Nord-Elsass

Herbstliche Straßenszene auf dem Land bei Hohe im Weserbergland - buntes Laub an Bäumen,
 im Vordergrund Hinterkopf eines Rennradfahrers mit Helm

Es ist herbstlich. Auf dem Asphalt liegt viel Laub. Nicht überall kann sich die Sonne durch den Nebel kämpfen. Es ist Sonntag, und wir sind im Weserbergland. Natürlich zieht es uns auf's Fahrrad. Und diese Strecke auf und an der Ottensteiner Hochebene schenkt einem nichts, jedenfalls nicht an diesem kühlen Herbsttag.

Ottensteiner Hochebene (Weserbergland)

Rennräder Radurlaub Ostsee Strand

Auch im hohen Norden Deutschlands kann man schön Rennrad fahren. Besonderer Reiz: An vielen Stellen erblickt man vom nächsten Hügel aus das Meer - womit klar ist, dass es sie tatsächlich gibt, die Hügel. Also: 'rauf auf den Sattel, fahren und genießen.

Mit dem Rennrad an der Ostsee

 

Zu den Radtouren

Insofern konkrete Strecken beschrieben werden, sind diese teils mit Höhenprofil auf gpsies.com hinterlegt (Link direkt bei der jeweiligen Tour).

Die Touren stammen aus den Jahren 2006 bis 2018. Sie sind als Anregungen für Ihre Streckenplanung gedacht - nicht mehr - und können diese nicht ersetzen.

Recherchieren Sie also bitte immer die aktuellen Gegebenheiten und machen Sie Ihre eigene Tour-Planung, ehe Sie losradeln.